Gaming Maus Test

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Für leidenschaftliche Gamer ist eine gute Maus unverzichtbar und die Erwartungen sehr hoch. Eine gute Gaming Maus zeichnet sich aus durch Eigenschaften wie einer hohen Präzision, einer hervorragenden Ergonomie, eine sehr gute Verarbeitung und durch ausgezeichnete Software, mit der individuelle Einstellungen an der Maus vorgenommen werden können. Das Design spielt für viele Gamer ebenfalls eine große Rolle, schlägt sich aber nicht in den Gamingmaus Tests nieder, da diese Komponente eine reine Geschmackssache ist.

Wer drei- bis viermal in der Woche zockt, weiß, was eine Gaming Maus alles aushalten muss. Hochgerechnet macht ein Gamer so in drei bis vier Jahren ca. 10 Millionen Klicks und legt mit der Maus eine Strecke von 250 bis 300 km zurück. Die ausgewählte Gaming Mouse muss also auch sehr robust sein.
Aber woher weißt du, welche Mäuse gute Gamingmäuse sind? Welche Kriterien sind wichtig und auf was solltest du achten, bevor du dich für den Kauf entscheidest? Welche Mäuse sind die besten Gamingmäuse? All das erfährst du in diesem Artikel und erhälst eine Bewertung zu den besten Mäusen.

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    Reicht fürs Gaming nicht eine einfache Standard-Maus?

    Beim Zocken muss eine Maus Eigenschaften haben, die eine einfache Standardmaus nicht besitzt. Die Unterschiede zwischen einer normalen Maus und einer Maus für Gamer sind gravierend. Abgesehen vom Design, das bei Gamingmäusen wie aus einer fernen Zukunft erscheint, besitzt die Gamingmaus eine deutlich empfindlichere Sensortechnik sowie Sonderfunktionen für Gamer. Mit speziellen Treibern können Zocker zum Beispiel verschiedene Funktionen für ihe Spiel oder für bestimmte Spielegenres einstellen.
    Da die Meinung über das optimale Gewicht einer Gamingmaus weit auseinander gehen, bieten die meisten Hersteller anpassbare Gehäuse durch abnehmbare bzw. einlegbare Gewichte Ist die Maus eine RGB Gaming Maus, so ist diese mit Tastatur, Headset usw. desselben Herstellers synchronisierbar.

    Achte auf die Ergonomie

    Der wichtigste Aspekt, auf den du beim Kauf einer Gaming-Maus achten solltest, ist die Ergonomie. Spezielle Highlights bringen dir überhaupt nichts, wenn die Maus nicht gut in deiner Hand liegt. Und das ist wichtig. Denn nach wenigen Minuten Spiel verkrampfst du sonst dein Handgelenk oder deinen Unterarm. Das führt zu Ermüdungserscheinungen oder gar zu leichten Schmerzen. Hast Du kleine Hände, solltest Du die Finger lassen von Mäusen, die mit größeren Händen gesteuert werden müssen.

    Es ist sehr wichtig, dass du für die Bewegung mit der Gaming-Maus so wenig Kraft wie möglich aufbringen musst. Achte darauf, dass das Handgelenk, die Finger und die Unterarmmuskulatur beim Führen der Gaming-Maus locker bleiben und du diese nur bei einer sehr schnellen Richtungsänderungen in der Bewegung kurzzeitig und nicht zu lange anspannst. Darüber hinaus solltest du alle vorhandenen Tasten mit minimaler Fingerbewegung, vor allen aber ohne zu starker Krümmung oder Streckung der Finger intuitiv erreichen und bedienen können. Das gilt ganz besonders für die Daumentasten, die sich oft oberhalb oder vor der idealerweise gummierten Griffmulde für den Daumen befinden. Der Daumen darf diese beim Führen der Gaming-Maus über das Gaming-Mauspad nicht ungewollt auslösen.

    Welches Gewicht bevorzugst Du?

    Ebenfalls wichtig ist das Gewicht der Maus. Da die Ansichten darüber, ob leichte Gamingmäuse besser sind oder Mäuse mit geringen Gewicht von Nachteil sind, gehen weit auseinander. Deshalb ist es wichtig: Was bevorzugst Du?
    Da die Vorlieben der Spieler beim Gewicht so unterschiedlich ausfallen, bieten viele Hersteller Gaming-Mäuse an, zu deren Ausstattung ein Gewichtssystem gehört. Mithilfe dieses System lässt sich ein hohes Grundgewicht der Gaming-Maus von 120 g und mehr nochmals um bis zu 10 Prozent steigern. Aktuell erhältliche Modelle mit Gewichtssystem sind die Corsair Nightsword RGB, die Logitech G502 Lightspeed, die Sharkoon Drakonia Black oder die Steelseries Rival 600. Diese Gaming-Mäuse können mit verschiedenen Zusatzgewichten, die oft in einem Fach auf der Unterseite eingesetzt werden, schwerer gemacht werden.
    Ein System mit Zusatzgewichten kommt Spielern zugute, die präzise Bewegungen nur mit einer Gaming-Maus ausführen können, die um die 100 g Gramm schwer ist und deren Gewicht zusätzlich noch weiter modifiziert werden kann.

    Gaming-Mäuse mit Leichtbauweise: Federleicht aber trotzdem präzise?

    Ein gegenläufiger Trend zu Computermäusen mit Gewichtssystem sind Gaming-Mäuse mit Leichtbauweise. Dabei wird das geringe Gewicht entweder durch Aussparungen mit Wabenstruktur im Gehäuse (Glorious PC Gaming Race Model D/D-/O/O- und Sharkoon Light² 200) oder wie bei der Roccat Burst Pro (68 g), der Razer Viper Mini (61 g) oder der Logitech G Pro X Superlight durch innovative Materialstrukturen bei der Fertigung erzielt.

    Den Anfang machte der Hersteller Glorious PC Gaming Race mit der Model O, die mit nur 67 g Gewicht Mitte 2019 die leichteste Maus auf dem Markt war. Zur selben Zeit veröffentlichte Endgame Gear die XM1, die zwar nicht als Leichtbau-Maus beworben wurde, aber trotzdem nur 70 g auf die Waage brachte.

    Bis zum Marktstart der Cooler Master MM720 (50 g), Steelseries Aerox 3 (57 g) und der Zaunkoenig M1K (23 g) war die Model O- mit 58 g die leichteste erhältliche Spielermaus. Mitte dieses Jahres legt der Hersteller erneut nach und präsentiert mit den ebenfalls in der Testtabelle unten zu findenden Model D und D- zwei Varianten für Spieler mit großen Händen, die mit 68 g und 61 g kaum mehr wiegen als die Mäuse der Model-O-Baureihe.

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    Gibt es auch eine Gaming-Maus für Linkshänder?

    Wer als Linkshänder ein passende Maus sucht, hat es schwer, die richtige Gamingmaus zu finden. Die meisten Mäuse sind nur für Rechtshänder geeignet. Mit der Razer Deathadder Left-Handed Edition und der sich noch in der Entwicklung befindenden Razer Naga Left-Handed Edition bietet aber nur einer der großen Peripheriehersteller überhaupt Gaming-Mäuse für Linkshänder an.
    Für Linkshänder haben alle bekannten Hersteller wie Asus, Corsair, Cooler Master, Logitech, Razer, Roccat und Steelseries Gaming-Mäuse im Portfolio, die für links und rechtshändige Gamer geeignet sind. Diese Mäuse haben ein sogenanntes achsensymmetrisches Design (auch Ambidextrous oder beidhändiges Design genannt), bei dem die Seitentasten, die Daumenablage, die linke Haupttaste sowie die komplette Form der linken Gehäusehälfte auf die rechte Gehäusehälfte übertragen, also an der Achse in der Mitte des Chassis gespiegelt wird.

    Wireless Gaming mit kabellosen Mäusen oder doch die altbewährte Kabelmaus?

    Bei der kabellosen Maus sorgen der integrierte Akku oder die wie bei der Logitech G603/G604 die zum Betrieb notwendige Batterie für das kabellose Spielvergnügen. Natürlich wirkt sich der Akku auf das Gewicht aus. Es gibt alternativ allerdings auch noch Drahtlosmäuse mit Induktionsladung wie die Logitech G Pro X Superlight/G903/703/G502 (Logitech Powerplay-Technik) oder die Razer Mamba Hyperflux (Razer Hyperflux-Technik). Diese verfügen über einen Kondensator, der sich nur unmerklich auf das Gesamtgewicht auswirkt.
    Der Vorteil von drahtlosen gegenüber kabelgebundenen Mäusen liegt auf der Hand: Das Kabel wird nur zum Lasen benötigt. Viele Gamer wehren sich aber noch gegen die kabellose Maus, weil sie immer noch denken, dass diese nicht verzögerungsfrei arbeiten. Heutzutage stimmt das aber nicht mehr.

    Wer die Maus mit Kabel kauft, hat in der Regel nicht nur dieselbe Ausstattung wie bei den kabellosen Gamingmäusen, sondern kann auch einige Euros sparen. Bei den getesteten Gamingmäusen fällt auf, dass die drahtlose Maus einen hohen Preis hat. Sie ist meist doppelt so teuer wie die mit Kabel.

    Welche Griffart bevorzugst Du?

    Du weißt schon, dass es wichtig ist, dass deine Gaming-Maus sehr gut in der Hand liegen muss. Fühlt sich die Maus bequem oder sperrig an? Ist der Korpus vielleicht zu breit, zu hoch oder gar zu kurz oder lang? Es gibt unter Gamern drei gängige Griffarten, die bei einer optimalen Ergonomie auf einen Großteil aller Maus-Designs anwendbar sind. Es kann aber vorkommen, dass Gaming-Mäuse nur auf einen Griffstil hin optimiert werden, im Gegenzug fasst jeder Nutzer seine Maus individuell an und hält sich natürlich nicht sklavisch an die drei von uns vorgestellten Griffstile.

    Palm-Grip (Handflächen-Griff):

    Mehr als die Hälfte aller Mausnutzer verwendet den sogenannten Palm-Grip („Palm“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Handfläche“), der auch bei Gamern sehr beliebt ist. Dabei liegt die Handfläche locker auf dem Mausrücken auf, der Daumen sowie der Ringfinger und der kleine Finger werden leicht gegen die linke beziehungsweise rechte Seite der Maus gedrückt oder, falls vorhanden, auf die dafür vorgesehenen Ablagen gelegt. Seitliche Gummierungen oder gummierte Fingerablagen, wie sie viele Gaming-Mäuse bieten, sorgen dabei für rutschfesten Halt auch dann, wenn die Finger verschwitzt sind. Diese Haltung gewährleistet größtmöglichen Komfort, da die Maus oft nur aus dem Handgelenk heraus bewegt wird, das beugt Ermüdungserscheinungen vor.

    Claw-Grip (Klauen-Griff):

    Der Claw-Grip ist weniger verbreitet, erfreut sich unter Gamern und E-Sportlern aber immer größerer Beliebtheit. Charakteristisch für diese Griffart ist die angewinkelte Stellung von Zeige-, Mittel– und Ringfinger während die Handinnenfläche das Heck der Maus nicht berührt. Die Handstellung ähnelt einer Tierklaue. Es entstehen dadurch weniger Kontaktpunkte zwischen Maus und Hand. Geübte Spieler können mit dieser Griffmethode sehr schnelle, kurze und präzise Bewegungen ausführen. Im Gegenzug muss die Gaming-Maus für den optimalen Grip mit gummierten oder zumindest angerauten Seitenteile ausgestattet sein.

    Fingertip-Grip (Fingerspitzen-Griff):

    Diese wird nur von wenigen Gamern praktiziert und oft beim Einsatz von verkleinerten Gaming-Maus-Standardmodellen wie der Razer Viper Mini oder Roccat Kone Pure genutzt. So kommt es an nur wenigen Stellen zu einem Kontakt zwischen Maus und Hand. Geführt wird die Maus praktisch nur mit den Fingerspitzen. Man kann sich den Fingertip-Grip auch als eine extreme und gestreckte Variante des Claw-Grips vorstellen, da die Finger sich anders als bei Claw-Griffstil kaum krümmen. Wer diese anspruchsvolle Griffart kontrolliert einsetzen kann, ist in der Lage, noch schnellere Manöver auszuführen. Gleichzeitig schont er seinen Unterarm, da viele Mausebewegungen aus dem Handgelenk erfolgen.

    Wie viele Tasten braucht Deine Gaming-Maus?

    Eine gute Gaming-Maus hat eine bestimmte Anzahl an Zusatztasten. Wie viele programmierbare Tasten eine gute Gaming-Maus haben sollte, lässt sich nicht verallgemeinern. Dies ist abhängig vom persönlichen Geschmack beziehungsweise Spielstil. Wieviele Tasten brauchst Du und bietet dir deine favorisierte Maus das?
    Egal, wie viele und welche Art von Zusatztasten die Hersteller einer Gaming-Maus auch spendieren, sie sollten genauso wie die beiden Haupttasten und das Mausrad, frei mit Mausfunktionen wie Dpi-Umschaltung, Profilwechsel oder Tastenmakros belegbar sein. Dem entsprechend muss die Software der Gaming-Maus natürlich auch eine Option für die Tastenprogrammierung bereitstellen, mit der du jedem Knopf die von dir gewünschte Funktion zuweisen kannst.

    Mit einem Mausrad, zwei Hauptasten sowie mindestens einer oder besser zwei Extratasten zum Durchschalten der in der Software festgelegte Dpi-Stufen sollte jede Gaming-Maus ausgestattet sein.

    Brauchst Du eine Taste für die Dpi-Umschaltung?

    Eine empfehlenswerte Gaming-Maus muss die Möglichkeit bieten, die Abtastrate per Tastendruck einzustellen. Im Optimalfall stehen dafür zwei Tasten zur Verfügung, damit du die Mausgeschwindigkeit beim Spielen nicht nur nach oben schrauben, sondern beispielsweise für das Anvisieren per Zielfernrohr auch schnell verringern kannst. Bei einem Großteil aller Gaming-Mäuse findest du die beiden Dpi-Umschalter (Dpi+/Dpi-) auf der Geräteoberseite direkt hinter dem Mausrad. Logitech positioniert bei der MX 518 Legendary je eine Dpi-Taste vor und hinter dem Scrollrad und bei der der Roccat Leadr und Roccat Tyon befinden sich die beiden mit der Dpi-Umschaltung vorkonfigurierten Knöpfe am äußeren Rand der linken Haupttaste.

    Etwas weniger komfortabel fällt das Umschalten zwischen den in der Software festgelegten Dpi-Stufen mit nur einem Knopf aus. Dieser Vorgang wird in der Software oft als Dpi-Cycle bezeichnet und hier ist es nicht ganz so einfach von einer sehr geringen Dpi-Rate auf eine hohe oder gar die maximale Abtastrate zu wechseln. Besonders schwer fällt die Dpi-Umschaltung per Knopfdruck, wenn sich dieser nicht wie bei der Steelseries Sensei Ten oder der Sharkoon Light² 200 direkt hinter Scrollrad, sondern wie bei der Razer Viper oder der Model D und O- von Glorious PC Gaming Race an der Unterseite der Gaming-Maus befindet. Kannst du bei der Maus Wahl jedoch alle Tasten frei belegen, lassen sich auch zwei Daumentasten oder andere Extratasten für die Dpi-Umschaltung nutzen.

    Wie Du das Laufrad umprogrammieren kannst

    Beim Mausrad (auch Scrollrad genannt) kann man zwischen zwei verschiedenen Typen unterscheiden: Ein Zwei-Wege-Modell, bei dem lediglich das Rauf- und Runterscrollen möglich ist, sowie die Variante, die zusätzlich ein vertikales Scrollen bietet und als Vier-Wege-Scrollrad bezeichnet wird. Während Gamer eher ein reguläres Zwei-Wege-Mausrad bevorzugen, eignet sich ein Vier-Wege-Mausrad besonders gut für Arbeiten mit dem Microsoft Office oder dem Surfen im Netz mit großen Monitoren. Achte auf jeden Fall, dass das Mausrad gummiert ist. Das garantiert eine gute Griffigkeit auch bei Schweiß.

    Das Mausrad sollte außerdem über eine sehr gute Rasterung verfügen, bei der man das Einrasten einerseits hört, wenn man die Maus nah ans Ohr hält und andererseits jede Stufe der Rasterung auch deutlich spürt. Eine präzise Rasterung mit einer optimalen Haptik kommt beispielsweise beim schnellen Waffenwechsel in Fist Person Shootern oder Action-Spielen eine entscheidende Bedeutung bei. Übrigens: Manche Gaming-Mäuse aus dem Hause Logitech erlauben es, die Rasterung zu deaktivieren. Man kann damit zwar noch schneller durch die verfügbaren Waffen scrollen, hat aber kaum eine Kontrolle darüber, ob man beim Waffenwechsel jetzt wirklich die nächste angewählt oder schon drei übersprungen hat. Razer geht bei den Basilisk-Modellen dagegen einen ganz anderen Weg. Hier befindet sich auf der Unterseite ein Rädchen, mit dem du den Widerstand des Mausrads und somit die Stärke der Rasterung individuell anpassen kannst.

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    Sonstige Maustasten

    Neben einem präzise einrastenden Scrollrad und einer Dpi-Umschaltung sollte eine empfehlenswerte Gaming-Maus auch über mindestens zwei weitere Extratasten verfügen, die beispielsweise mit dem Profilwechsel oder Makros belegt werden können. Daher sind viele Gaming-Mäuse mit Daumentasten ausgestattet. Wie der Name andeutet, befinden diese sich oft oberhalb der Daumenablage, sodass sie mit dem Daumen bedient werden können. Zwei Daumentasten sind Standard, es gibt aber auch Modelle wie die Logitech G604 bei der gleich sechs Daumentasten (G4 bis G9) oberhalb der Ablage für den Daumen positioniert sind.

    Manchmal sind in oder in der Nähe der Daumenablage weiter Bedienelemente angebracht. Bei der Asus Chakram ist beispielsweise ein Mini-Joystick vor der Daumenablage platziert, bei der Cooler Master MM830 befindet sich ein analoges Steuerkreuz in der Daumenablage und bei der Corsair Scimitar Elite RGB besteht der Griffbereich für den Daumen aus einem 12-Tasten-Block. Doch auch auf der Oberschale und seitlich der Haupttasten lassen sich weitere Extraknöpfe anbringen. Das beste Beispiel hierfür ist die drahtlose Roccat Leadr. Hier ist eine Analogwippe oberhalb der Daumentasten mit je zwei Knöpfen am äußeren Rand der linken und rechten Haupttaste sowie den an die Finne eines Hais erinnernden Fin-Switch.

    Der Sensor einer Gaming-Maus

    Der Sensor ist das Herzstück jeder Maus. Grundsätzlich sind Standard- und Gaming-Mäuse mit optischem Sensor ausgestattet: der optische Sensor mit Infrarot-LED-Abtastung sowie der Lasersensor. Obwohl sich beide Sensortypen optimal für das Gaming eignen, ist der Laser-Sensor in den letzten vier Jahren immer mehr von der Variante mit IR-LED-Abtastung verdrängt worden.

    Während bei Lasersensoren mit dem Avago ADNS-9800, dessen Abtastrate bei 8.200 Dpi liegt, die Grenze des technisch machbaren anscheinend erreicht war, konnte die Dpi-Rate und somit die Abtastleistung von optischen Sensoren immer weiter gesteigert werden. Arbeitete der per IR-LED abtastende Owl-Eye-Sensor der Roccat Leadr 2017 noch mit 12.000 Dpi, steigerten die Hochleistungssensoren von Razer (5G-Sensor), Roccat (Owl-Eye-Sensor [2. Generation]), Logitech (Hero 16K-Sensor) sowie Pixarts PMW 3366/3389–Sensor die Abtastleistung der Gaming-Mäuse auf 16.000 Dpi. Es erschienen mit dem Pixart PMW 3391 (Corsair Scimitar RGB Elite) und dem Razer Focus-Plus-Sensor zwei weitere optische High-End-Abtasteinheiten, deren Dpi Rate bei 18.000 Dpi bzw. 20.000 Dpi liegt. Mit Razers 20.000-Dpi-Sensor, einen modifizierten Pixart PMW 3399, gibt es zusätzlich neue per ARM-CPU gesteuerte Abtasttechniken wie Smart Tracking (automatische Oberflächenkalibrierung), Asymmetrischer Cut Off (der Cut-Off bestimmt, wann die Maus das Tracking wiederaufnimmt) und Motion Sync (Verkürzung der Reaktionszeit).

    Mit dem Hero 25K-Sensor, einer technischen Weiterentwicklung des Hero 16K-Sensor die noch energieeffizienter abtastet, präsentiert Logitech Ende 2020 dann den fortschrittlichsten optischen Sensor. Ohne jegliche Glättung, Beschleunigung oder Bewegungsfilterung durch eine zusätzliche ARM-CPU (siehe unten) kann mit 25.600 Dpi abgetastet werden. Mit dem 25K-Update können alle Logitech Gaming-Mäuse mit Hero 16K-Sensor auf eine maximale Dpi-Rate von 25.600 Dpi sowie den besonders stromsparenden Betrieb des Hero-25K-Modell aufgerüstet werden.

    Parallel zu dieser Sensorentwicklung kommt Mikroprozessoren, sogenannten MCUs oder ARM-CPUs, die dem Sensor beim Abtastvorgang assistieren, eine immer größere Bedeutung zu. Sie regeln nicht nur die Beleuchtungseffekte und verwalten die Speicherung von Profilen, Makros und Dpi-Stufen. Die Prozessoren mit 32-Bit-ARM-Architektur helfen bei der Begradigung von Mausbewegungen (Pfadbegradigung oder Angle-Snapping) und der Optimierung der Abtastung auf bestimmte Untergründe (Untergrundkalibrierung/Smart Tracking). Sie geben zusätzlich die Möglichkeit die Hubhöhe (Lift-Off-Distanz), also die Distanz zwischen Gaming-Mauspad und Gaming-Maus, ab der das Tracking oder die Abtastung gestoppt wird, selber in der Software festzulegen. Ein weiterer Vorteil der ARM-CPUs: Die Polling-Rate, also die Frequenz, mit der die Maus Informationen via USB-Port zum PC schickt, kann selbst per Software oder wie bei der Qpad DX-80 per Schalter auf der Unterseite festgelegt und minimiert werden.

    Mehr Dpi gleich höhere Präzision?

    Dpi steht für Dots per Inch und bezeichnet die Anzahl der Bewegungsschritte pro Inch oder Zoll. Auf einen Gaming-Maus übertragen, bedeutet dies die Zahl an Pixeln, die der Mauszeiger im 2D-Modus über den Bildschirm wandert, wenn die Maus um einen Inch (25,4 Millimeter) bewegt wird. Je höher also die Dpi-Zahl ausfällt, desto großer wird auch die Zahl der Pixel, um die sich der Mauszeiger bewegt, wenn du deine Maus um 25,4 Millimeter in eine Richtung bewegst. Es wird immer noch allgemein angenommen, dass ein sehr hohe Dpi-Rate auch gleichzeitig bedeutet, dass die Maus dadurch noch genauer arbeitet oder sensibler abtastet. Es geht hier aber nicht um Präzision, sondern um die Mausgeschwindigkeit.
    Eine ideale Mausgeschwindigkeit für alle Gamer gibt es dabei nicht: Jeder hat seine ganz eigenen Präferenzen, die von Faktoren wie Armlänge, Handgröße, der eigenen Geschicklichkeit und nicht zuletzt auch von der Bildschirmauflösung abhängen.

    Eine Art Faustregel lässt sich trotzdem formulieren, wenn ausgeschlossen werden kann, dass per ARM-CPU gesteuerte Finessen wie Pfadbegradigung, Interpolation oder Zeigerbeschleunigung zum Einsatz kommen: Je niedriger die Dpi-Rate ausfällt, desto weiter muss die Maus bewegt werden. Das wiederum erleichtert es, präzise Bewegungen auszuführen, was beim genauen Snipen auf feststehende Ziele beispielsweise in Ego-Shootern ein klarer Vorteil sein kann. Im Gegenzug muss die Maus für diesen Zielvorgang über eine größere Strecke bewegt werden und das benötigt dann mehr Zeit als ein kurzer Mausweg beim Zielen. Experimentiere daher mit deinen Dpi-Einstellungen. Reagiert die Maus nicht genau, verringerst du die Dpi-Rate. Bewegt sich das Fadenkreuz oder der Mauszeiger nicht schnell genug, setzt du die Dpi herauf.

    Brauchst du Tastenmakros und Profilverwaltung eigentlich?

    Die meisten Gaming-Mäuse haben einen internen Speicher und einen Mikroprozessor und sind so in der Lage, Makros zu verarbeiten. Dabei handelt es sich um eine Kombination von Tasten- oder Mausbefehlen, mit denen in einem Spiel bestimmte Aktionen ausgeführt werden und die man mit der Betätigung einer festgelegten Maustaste auslöst. Wichtig: Da anders als bei einigen Gaming-Keyboards keine Direktaufzeichnungsfunktion zur Verfügung steht, muss es natürlich eine Software geben, mit der sich die Befehlsketten sehr einfach programmieren, also aufzeichnen und einer Maustaste zuordnen lassen.

    Darüber hinaus sollte eine gute Gaming-Maus mit Speicher auch über eine Profilverwaltung verfügen, mit der sich zwischen verschiedenen spielespezifischen Profilen hin und her wechseln lässt. In der Regel sind moderne Mäuse in der Lage, bis zu fünf verschiedene Profile zu speichern. Einige Gaming-Mäuse sind bereits ab Werk mit einer Profilewahltaste ausgestattet, bei Modellen ohne diese für den schnellen Profilwechsel ohne Software sehr nützliche Taste, müssen Sie diese Funktion eine der Extratasten mit der entsprechenden Software-Option erst zuordnen. Dabei ist es ein klarer Vorteil, wenn die Gaming-Maus mit mehr als zwei Extratasten ausgestattet ist.

    Brauchst Du eine 8.000 Hz Polling-Rate?

    Eine technische Entwicklung bei den Gaming-Mäusen ist die Erhöhung der Polling-Rate. Bei dieser extrem hohen Abfragerate werden bis zu 8.000 Datenberichte über die Bewegung (Sensor) oder das Auslösen der Tasten (Klick) der Viper 8K über den USB-Port an den Rechner geschickt. Dies ist das Achtfache des Standards von 1.000 Hz und die Klicklatenz verringert sich dadurch von einer Millisekunde auf 1/8 Millisekunde.

    Spüren wirst Du davon wohl eher nichts. Dennoch ist der theoretische und messbare Vorteil der Hyperpolling-Technologie gerade im Zusammenspiel mit einem Monitor mit hoher Bildwiederholfrequenz nicht von der Hand zu weisen. Hier wird der Mauszeiger flüssiger und ohne „Microstuttering“ dargestellt, weil dank Hyperpolling Datenberichte bis zu achtmal häufiger pro Sekunde versandt werden können. So fällt die Verzögerung zwischen dem letzten Bericht und der Einzelbildberechnung des Monitors deutlich geringer aus, als bei einer Abtastrate von 1.000 Hz. Ein weiterer, teils sogar wahrnehmbarer Vorteil der Technik ist die sehr geringe Peripherie Latenz. Die wird dadurch erzielt, dass Hyperpolling die Klickverzögerung minimiert und die Abweichungen von einem Klick zum nächsten auf ein absolutes Minimum reduziert.

    Wann hat deine Gaming-Maus gute Software?

    Die Software ist nicht nur für Funktionen wie die Makro-Erstellung und Profilverwaltung von zentraler Bedeutung. Sie sollte auch die Möglichkeit bieten, jede Taste einfach mit neuen Funktionen zu belegen und die speicherbaren Dpi-Stufen in 50 Dpi-Schritten für die horizontale und vertikale Achse getrennt einstellen zu können. Eine weitere unverzichtbare Software-Option im Bereich der Leistung ist die Möglichkeit die Polling Rate vierstufig (1.000/500/250/125 Hz) zu verstellen. Ist die Gaming-Maus mit einer RGB-Beleuchtung ausgestattet, sollten die Effektpalette nicht zu schmal ausfallen und Zuordnung der RGB-Lichttricks auf die LEDs oder die Farbwahl für den benutzerdefinierten Modus einfach sein. Eine empfehlenswerte Software sollte aber noch mehr können. Da bei einem Großteil aller Gaming-Mäuse eine ARM-CPU bei Sensorabtastung hilft, sollte die Software dem Gamer auch die Option geben, diese Abtastoptimierungen zu steuern. So sollte stets die Möglichkeit bestehen, die Pfadkorrektur (Angle-Snapping) aus oder anzuschalten und weitere Einstellungen vorhanden sein, um die Abtastung des optischen Sensors einfach und mit wenigen Mausbewegungen auf verschiedene Gaming-Mauspads zu optimieren (Untergrundkalibrierung). Eine weitere unverzichtbare Einstellmöglichkeit betrifft die Lift-Off-Distanz oder auch Hubhöhe genannt. Der Gamer muss in der Lage sein diese selbst zu bestimmen und an seinen Spielstil anzupassen. Oft ist es erst nach der Installation der Software möglich die ab Werk oft maximierte Lift-Off-Distanz zu minimieren. Manchmal findest du in der Software auch noch Optionen, um die Tastenreaktionszeit zu verringern. Diese, oft als „Debouncing Time“ oder „Button Response Time“ bezeichneten, Einstellungen sind ein nettes Extra.

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